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Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Tagebuch einer Krise

Wie die ferne Finanzkrise des Jahres 2008 zur Existenzbedrohung für sein eigenes Unternehmen wurde und wie er diese Bedrohung letztlich abwehren konnte, beschreibt der Schweizer Urs Spielmann in einer Art Tagebuch. Sehr persönlich, mit großer Genauigkeit (und mitunter etwas langatmig) zeichnet der Autor die Ereignisse nach dem Untergang der Investmentbank Lehman Brothers nach. Innerhalb von ein paar Wochen „traf uns die Krise mit einer Wucht, die ich nie für möglich gehalten hätte“, schreibt Spielmann im Vorwort. Sein 82 Mitarbeiter starkes Unternehmen, das sich gerade auf Expansionskurs befand, büßte ein Drittel des Umsatzes ein: Spielmann stellte auf Kurzarbeit um, rang Belegschaft und Abteilungsleitern Gehaltsverzicht ab und musste dennoch im Geschäftsjahr 2008/09 mehr als ein Zehntel seiner Mitarbeiter entlassen. Wer nach der Lektüre des Buches neugierig wurde, wie es dem Unternehmen momentan geht, kann dies auf dem Blog www.ueberleben-ist-nicht-genug.ch


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