Technik

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Diese Kameras überleben sogar die Haiattacke

Prüfbericht: Thomas Vašek

Angenommen, Sie hängen mal wieder wie eine Spinne in einer Felswand. Oder Sie streicheln todesmutig die Haie im Roten Meer. Oder Sie rasen mit Ihrem Mountainbike den Berg hinunter, als wollten Sie direkt zur Hölle fahren. Mit anderen Worten: Abenteuer, Action, Lebensgefahr. Aber was nützt Ihnen der Adrenalinkick, wenn Ihnen die Geschichten hinterher niemand glaubt?

Also brauchen Sie geeignete Technik, um derartige Extremsituationen und Grenzgänge für die Nachwelt zu dokumentieren. Für den Hobbytaucher hat Sanyo den HD-Camcorder DMX CA-100 mit 12fach-Zoom entwickelt. Damit können Sie bis zu 60 Minuten lang in maximal drei Meter Tiefe filmen. Für besonders spektakuläre Szenen gibt es eine Serienbildfunktion mit sieben Bildern pro Sekunde.

Wahre Extremsportler haben allerdings keine Hände frei, um irgendwelche Kameras zu bedienen. Für die empfiehlt sich etwa die ATC 5K von Oregon Scientific, natürlich wasserdicht und schockresistent, die sich direkt an Helm oder Fahrrad befestigen lässt. Mit der Kamera voraus in den Abgrund rasen kann man auch mit dem „Helm-Camcorder“ Gobandit HD. Mit dem eingebauten GPS-Empfänger lässt sich außerdem die geografische Position beim Filmen aufzeichnen. Aus den GPS-Daten kann man anschließend am Computer Geschwindigkeit und Höhe bestimmen. Die Daten werden dann parallel ins Bild eingeblendet. Damit wird der Zehn-Meter-Absturz in der Große-Zinne-Nordwand garantiert zu großem YouTube-Kino. Vorausgesetzt, wenigstens die Kamera hat’s überlebt.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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