Pop, Politik und Provokation

Feuilleton | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Die Grenzgängerin M.I.A. widmet sich auf ihrem neuen Album „Maya“ den Schwierigkeiten des Informationszeitalters

Rezension: Sebastian Fasthuber

Sieben Minuten ließen sich Grandmaster Flash & The Furious Five 1982 Zeit, um in ihrem gleichnamigen Stück „The Message“ rüberzubringen. Der ebenfalls „The Message“ betitelte Opener des neuen M.I.A.-Albums dauert 58 Sekunden. Die Botschaft wird prompt übermittelt: „The hand-bone connects to the internet / Connects to the Google / Connects to the Government.“

Alles muss schneller gehen. Die in England geborene Tochter von Tamilen aus Sri Lanka widmet sich auf ihrem dritten Langspieler „Maya“ dem Informationszeitalter – insbesondere der Schwierigkeit, im Internet ungefilterte Informationen und unabhängige Nachrichten zu bekommen, an denen nicht schon eine höhere Macht herumgedoktert hat. Ihr Ziel: Sie will zu einem „digitalen Aufstand“ (O-Ton) aufrufen.

Dass M.I.A., bürgerlich Maya Arulpragasam, inhaltlich kompromisslos


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