Wien, wo es isst

Schönbrunner Schlosspark: im Schatten langer Alleen

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Es ist einer der Orte, wo Wien besonders schön ist. 158 Hektar des Schlossparks sind begehbar, das ist immerhin halb so groß wie der Central Park, und die fünf Millionen Besucher pro Jahr verlieren sich in den kilometerlangen Alleen ganz vorzüglich. Was bleibt, sind Schatten, knirschender Kies, Ruhe und der Duft der Kastanien.

Viel Sisi, viel Tafelspitz

Die gastronomische Versorgung des Areals kann zwar nicht gerade als „intensiv“ bezeichnet werden, was der Kontemplation hier aber sicher nicht abträglich ist. Vom Osten her beginnend etwa das Schönbrunner Stöckl, ein auf Touristenbusse und Events ausgelegtes Ausflugslokal, in dem ein paar kulinarische Klassiker mit k.u.k-Touch serviert werden.

Wirklich toll wird’s dann im Kronprinzgarten, wo 1835 der Spielpavillon Franz Josephs aufgestellt wurde, der seit den 1920er-Jahren als Meierei und Café dient. Der Holzpavillon ist pittoresk durch und durch, der Garten paradiesisch und erstaunlicherweise ziemlich

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