Letzte Hoffnung: Getriebeschaden

Steiermark | aus FALTER 27/10 vom 07.07.2010

Ramsauer Lokalpolitiker mobilisieren gegen Ai Weiweis Stein am Dachstein. Woher kommt der Widerstand?

Recherche: Herwig G. Höller

Einsam, verlassen und exakt 1360 Höhenmeter unter dem Gipfel des Hohen Dachsteins liegt er nun, der Stein des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Wohl aus Mitleid hat ein unbekannter Kunstfreund bereits ein Herzchen in ihn geritzt. Doch bis zum 11. Juli soll der vier Tonnen schwere Brocken nun von einem Spezialhelikopter auf den Gipfel des höchsten steirischen Bergs gehievt werden und damit ein aufsehenerregendes Kunstprojekt finalisieren. So will es zumindest das Kulturfestival regionale 10. Maßgebliche Menschen aus der Gegend haben nur wenig Freude, und die regionale selbst scheint die Wirkungsmächtigkeit einer lokalen Tradition unterschätzt zu haben: Spätestens seit der Gegenreformation gilt die Ramsau als Paradehort des Widerständigen: Evangelische Bauern verweigerten sich hier generationenlang einer bisweilen gewaltsamen Rekatholisierung. Ein paar Jahrzehnte


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