Musiktheater Premiere

Monteverdis „L’Orfeo” in der Zukunft

Lexikon | aus FALTER 28/10 vom 14.07.2010

Claudio Monteverdis favola in musica „L’Orfeo“ von 1607 gilt als die erste Oper der Musikgeschichte. Nun haben der Regisseur Andreas Bode und der Dirigent Titus Engel das Werk für eine Besetzung von fünf Sängern und neun Instrumentalisten in eine „zeitgenössische Version“ gebracht, mit modernen Prosatexten und klanglichen Bearbeitungen. Ihr Stück beginnt nicht, wie die Vorlage, zwischen grünen Hügeln, um sich schließlich ins Jenseits zu wagen, sondern in einer Welt nach einer hypothetischen Katastrophe, durch welche die Unterwelt längst Teil der oberen Welt geworden ist. Doch auch in dieser Neubearbeitung muss Orpheus letztlich in die Unterwelt hinabsteigen, um seine Eurydike aus dem Totenreich zurück ins Leben zu bringen. Cf

Semper Depot, Premiere Mi 20.30 (bis 28.7.)


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