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„Brennendes Geheimnis“ von Robert Siodmak

Lexikon | aus FALTER 28/10 vom 14.07.2010

Der zwölfjährige Edgar verbringt den Urlaub mit seiner Mutter in einem Nobelhotel in der Schweiz. Es ist schon Nachsaison, der Vater, ein vielbeschäftigter Anwalt, in Wien geblieben. Hilde Wagener als gelangweilte Ehefrau beginnt einen Flirt mit Willi Forst, dem Dandy. Mit der Meisternovelle von Stefan Zweig hat „Brennendes Geheimnis“ (1933) nur den Titel und die Grundzüge der Handlung gemeinsam. Robert Siodmaks mondäne Verfilmung setzt auf „film-noirishe“ Kameraarbeit und „psychoanalytische“ Zwischenspiele: Als der Bub die eindeutigen Absichten der Erwachsenen durchschaut, nimmt die Geschichte eine Wendung ins bedrohlich Melodramatische. „Brennendes Geheimnis“ blieb Siodmaks letzter Film in Deutschland vor dem Krieg und wurde von den Nazis umgehend verboten. MO

Bellaria Kino, Do 16.00


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