Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 28/10 vom 14.07.2010

Wäre es nach den Buchmachern des Falter gegangen, wäre Spanien Fußballweltmeister geworden. Moment mal, Spanien ist Fußballweltmeister geworden, und die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der sogenannten „Satzwette“ (bei der maximal drei Tipps pro Person zulässig sind) hat auf Spanien gesetzt. Die Welt macht das, was wir prognostizieren? Wie uncool ist das denn?! Einziger Trost für unsereinen, der auf das setzt, was er will, und nicht auf das, was er für wahrscheinlich erachtet (obwohl sich das ja durchaus decken kann): Die Quote ist entsprechend mies, und die Gewinnsumme liegt bei 14 Euro pro Nase.

Auf gar niemanden gewettet hat Florian Klenk, obwohl ihm seinerzeit eine gewisse Ähnlichkeit mit dem zuletzt bei der WM 2002 eingesetzten Miguel Ángel Nadal nachgesagt wurde, wohingegen Spaniens Siegesschütze Andrés Iniesta ein wenig an den ehemaligen Wissenschaftsredakteur des Falter, Oliver Hochadel, erinnert, der zwar nicht bei Barcelona spielt, aber immerhin schon in Barcelona gelebt und gearbeitet hat. Satzwettenwart Reini Hackl wiederum reicht zwar nicht ball-, zumindest aber frisurentechnisch an den angeblich besten Spieler dieser WM, Diego Forlán, heran. Er kommt gerade vom Urlaub aus Vancouver zurück, wo er mit Seeadler, Seelöwe und Seestern das eine oder andere Weizenbier vom Fass genommen haben will, während Tex Rubinowitz vom Ufer eines karelischen Teersees vermeldet, endlich seinen Zanderbezwingzwang bezwungen zu haben. Der Fußballer, dem Tex Rubinowitz ähnlich sieht, muss erst erfunden werden.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige