„Wir zählen in Österreich jedes Schwein“

Politik | aus FALTER 28/10 vom 14.07.2010

Erbschaftssteuern rauf, Arbeitskosten runter, Spekulationssteuer her – wie wird das Budget aussehen, vor dem selbst die Regierung zittert?

Gespräch: Richard Wimmer

Wird das kommende Budget mit Schweiß, Blut und Tränen getränkt sein? Der grüne Volkswirtschaftler Alexander Van der Bellen, SPÖ-Budgetsprecher Jan Krainer und Bernhard Felderer, Präsident des Staatsschuldenausschusses, diskutieren, wo man sparen soll – und wo nicht (zur steierischen Budgetdebatte siehe S. 41).

Falter: Viele Bürger sind ratlos. Vor einem Jahr hieß es, der Patient Wirtschaft brauche massive Blutinfusionen, ein paar Monate später wird er ungenesen zur Ader gelassen. Hüpft die Politik den erratischen Bocksprüngen der Märkte bloß hinterher?

Alexander Van der Bellen: Ja, manchmal hat man schon diesen Eindruck. Seit die Budgetfälschungen Griechenlands sowie die tatsächliche Höhe von deren Staatsverschuldung und der Defizite offenkundig wurden, hat sich eine zusätzliche Nervosität eingeschlichen. Seither


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