Im Netz der Mächtigen

Medien | aus FALTER 28/10 vom 14.07.2010

Sportjournalist Johann Skocek wehrt sich gegen Vorwürfe, für gefälliges Berichten bezahlt worden zu sein

Bericht: Matthias G. Bernold

Der Erlagschein trägt den Stempel vom 27. Februar 2009. Heinz Jungwirth, damals gerade noch Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), weist darin seine Bank an, an einen Reporter 18.000 Euro zu überweisen. Das Geld geht an Johann Skocek, einen der renommiertesten Sportjournalisten Österreichs, der 20 Jahre lang das Sportressort im Standard leitete.

Mit der Überweisung des Geldes nimmt eine Geschichte ihren Anfang, die jetzt, eineinhalb Jahre später, in der Juli-Ausgabe der Branchenzeitschrift Der Österreichische Journalist erschien. Subtext des mit „Diener zweier Herren“ betitelten Artikels – der später von Österreich und Heute aufgegriffen wird: Skocek habe gegen die Zuwendung seine Berichterstattung über den damaligen skandalumwitterten ÖOC-General Jungwirth, dessen Finanzgebarung derzeit vom Sportausschuss des Nationalrats


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