Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 28/10 vom 14.07.2010

... dass Kanaldeckel eine Ausstellung wert sind: Im Esperantopark am Karlsplatz kann man Wiens erste Kanaldeckelschau besuchen. Die 300 „Kunstwerke des Alltags“ sind eine Leihgabe des italienischen International Manhole Museum. Das Wiener Kanalgitter sieht im Vergleich zu anderen, reich verzierten Ausstellungsstücken übrigens eher fad aus. Josef Gottschall von Wien-Kanal meint dazu nur: „Wir haben vielleicht nicht die schönsten, dafür aber die effektivsten Kanaldeckel der Welt.“

… dass im Café Museum bald wieder Melange und Kipferl serviert werden: Landtmann-Chef Bernd Querfeld will mit der Übernahme des stillgelegten Lokals in der Operngasse dem „Wiener Kaffeehaussterben“ entgegenwirken. Ab Oktober können Gäste auf roten Samtbänken im Landtmann-Muster Platz nehmen.

… dass Pistolen und Bomben Wiens Touristen nicht beeindrucken – wenn sie mit Wasser gefüllt sind. Vergangenen Sonntag wurde mittels Facebook zur Wasserschlacht aufgerufen – und in der Mittagshitze gab es dann auch mehrere hundert Begeisterte, die sich am „größten Flashmob der Geschichte“ beteiligten. Nicht nur sie, sondern auch die meisten Touristen hätten sich laut Lokalbetreiber über die Abkühlung gefreut.

... dass Explosives nicht auf überhitzten Dächern aufbewahrt werden sollte. Vergangenen Mittwoch explodierten in Favoriten vier Gasflaschen. Über 250 Meter flogen Teile der 33 Kilo schweren Flaschen durch die Luft – sie verletzten allerdings wie durch ein Wunder niemanden. Acht Stunden lang kämpften die Einsatzkräfte anschließend gegen Brände, die auf Nachbarwohnungen übergegriffen hatten.


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