Schönheit ist ein fettes Schaf

Stadtleben | aus FALTER 28/10 vom 14.07.2010

Französische Milchschafe von der Mährischen Thaya – gut für den Blauschimmelkäse

Gericht, Bericht & Fotos: Irena Rosc

Die Mährische Thaya fließt träge dahin und transportiert Spiegelbilder von Himmel und Bäumen. An ihren Ufern verströmen Mädesüßblüten betörenden Duft, im Wald sind Beeren reif. Am Abend hört man Rehgebell und das Summen der Gelsen. Die Bremsen stechen lautlos, Menschen sind keine zu sehen.

Unterpertholz liegt still an der Thaya. Der Ort hat 70 Einwohner und sieht aus wie eine konservierte, menschenleere Sommerfrische des 19. Jahrhunderts. Das einzig Mondäne in dieser Gegend waren vor Jahren private Feste in einer alten Mühle. Bei diesen mischte sich die angereiste Wiener Gesellschaft einen Sommernachmittag lang unter den Landadel, die Wölfe und die Pumas der Mühlenbesitzerin. Ihre 70 Pfaue schauten vom Dach herunter auf das Treiben.

Und im ehemaligem Pfarrhof auf der nahen Anhöhe Niklasberg schrieb Anfang der 80er-Jahre Gerald Szyszkowitz seinen Roman „Der


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