„Der Jazz hat ein geriatrisches Problem“

Steiermark | aus FALTER 28/10 vom 14.07.2010

Berndt Luef ist wieder beim Jazzsommer zu sehen. Ein Gespräch über Grabenkämpfe in der Grazer Jazzszene

Interview: Markus Guldenschuh, Tiz Schaffer

Nicht nur vom Berndt Luef Trio oder dem Jazztett Forum Graz kennt man den 1952 in Knittelfeld geborenen Vibrafonisten, viele Jahre leitete er das Musikreferat des Forums Stadtpark. Schwere politische Themen gießt er in Kompositionen, sei es Suite oder Elegie, für die flotte Handhabe seines Vibrafons mit der Vier-Schlägel-Technik ist er bekannt.

Einmal nur, im Jahr 2004, trat Luef beim Jazzsommer auf. Dem neu formierten GrazJazz, einem Zusammenschluss lokaler Veranstalter, ist das Festival ein Dorn im Auge. Kritikpunkte: kaum lokale Musiker, wenig anspruchsvoll, hohe Förderungen. Für Luef, als Veranstalter ist er Teil der Plattform, keine leichte Situation.

Falter: Sie waren nie ein großer Freund des Jazzsommers. Was ist passiert?

Berndt Luef: Der Jazzsommer ist nicht mehr bei freiem Eintritt, deshalb nicht mehr wettbewerbsverzerrend. Aber


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