Glosse

Kinder und Alkohol im Beichtstuhl: wie bunt es die Jünger Jesu treiben

Kirche 2.0

Falter & Meinung | Stefan Apfl | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Wer den Jüngern Jesu in letzter Zeit beim Treiben zusah, der mochte die Kirche schon ins Gebet nehmen. Den kleinen Pfarren fehlt das Geld, während in der Bank des Vatikans Millionen gewaschen werden? In Afrika darf man nicht mit Gummi, in der Pfarrküche schon? Nein, nichts schien der Kirche noch heilig, auf gar keinen Fall die Kinder. Da war es nur konsequent, dass die notleidende Wiener Pfarre Hirschstetten nun ihren Beichtstuhl verkaufen wollte. Auf eBay mit Gottes Krempel! „Spielhaus für Kinder, Umbau zu einer kleinen Ein-Personen-Sauna oder ein origineller Barbereich“, warb die Pfarre. Gotteslästerlich war das, gewiss, aber immerhin ehrlich – Kirche einmal andersrum. Der Diözese wurde das Treiben erst zu bunt, als sich ein Frommer erbarmt und einen höllischen Preis geboten hatte: 666,66 Euro.


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