Kommentar

Das Spiel mit der Angst der kleinen Häuslbauer, die es so gar nicht gibt

Steuerpolitik

Julia Ortner | Falter & Meinung | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Grundsteuer. Alleine bei diesem Wort hyperventilieren brave Hausbesitzer und tüchtige Landwirte. Die Debatte um die Erhöhung der Grundsteuer und die armen kleinen Häuslbauer macht allerdings nicht nur den ÖVPlern Angst. Der Staat nimmt mir etwas von meinem Eigentum weg: Bei der Vorstellung von Vermögensabgaben reagieren die meisten Österreicher irrational. So waren vor der Abschaffung der Erbschaftsteuer 75 Prozent für ihre Streichung, obwohl nur ein Drittel angab, schon einmal geerbt zu haben.

Jetzt, in Sparzeiten, können die Politiker nicht mehr so viel Rücksicht auf die Vermögensteuerphobie nehmen. Nun fordert auch der Gemeindebund eine Reform der Grundsteuer: Sein Präsident Helmut Mödlhammer, selbst ÖVP-Bürgermeister, weiß, dass die maroden Kommunen dringend mehr Einnahmen brauchen.

Die Forderung nach Vermögensteuern ist nicht linker Populismus, sondern reiner Pragmatismus – das zeigt sich auch bei der Grundsteuer. Sie wird wahrscheinlich zu jenen Steuererhöhungen gehören,

Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige