Reförmchen, das den Eliten nicht wehtut

Falter & Meinung | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Weltweit reformieren die Staaten ihre Finanzmärkte, doch in Europa bleibt die Regulierung Stückwerk

Kommentar: Markus Marterbauer

Aufatmen in der Europäischen Union. Die Wirtschaft schrumpft seit Mitte 2009 nicht mehr und die Zahl der Arbeitslosen stabilisiert sich auf hohem Niveau. Nun gilt es daraus die Lehren zu ziehen, denn eine Krise dieses Ausmaßes darf sich nicht wiederholen.

Politikmaßnahmen, die helfen, in Zukunft eine von den Finanzmärkten verursachte Krise zu verhindern, können allerdings nur dann erfolgreich entwickelt werden, wenn die Ursachen der aktuellen Krise ausreichend analysiert werden. Drei Faktoren stehen im Mittelpunkt: Erstens, die weltweit hohe Ungleichheit der Verteilung von Einkommen und Vermögen. Sie schuf eine Schicht von Reichen, die nicht wusste, was sie mit dem vielen Geld anfangen sollte, und versuchte, den Überfluss mit möglichst hohen Renditen spekulativ auf den internationalen Kapitalmärkten zu veranlagen.

Die Armen hingegen wussten nicht, wie


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