Das Spiel der Extremisten mit dem Feuer

Politik | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Schon wieder ein Brandanschlag in Wien: Diesmal hatten linke Zündler das Arbeitsmarkt-Service im Visier

Bericht: Martina Powell

Es ist drei Uhr Früh. Der fünfte Bezirk ist menschenleer. Nur eine Person mit Kamera in der Hand nähert sich dem AMS-Gebäude in der Redergasse 1. Die verwackelten Bilder zeigen zwei Mülltonnen, die im Eingang der Arbeitsmarktservice-Geschäftsstelle stehen. Plötzlich gehen sie in Flammen auf.

Ein „Brandzeichen setzen!“. Das wollten die Brandstifter mit ihrem Anschlag in der Nacht auf den 28. Juni, den sie filmten und stolz auf die Plattform linksunten.indymedia.org stellten. „Der Arbeitsmarkt als einer der zentralen Organe des Kapitalismus soll mit Disziplinierungsunternehmen wie das AMS (sic!) am Leben erhalten werden“, lautet die Videobotschaft.

Ein Lausbubenstreich war die Aktion nicht. Nach Hausdurchsuchungen in Wohngemeinschaften am 6. Juli befinden sich nun zwei Frauen und ein Mann in Untersuchungshaft.

Schon wieder ein Brandanschlag. Erst vergangene


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