Grasser-Gegner Ramprecht: „Ich werde weiterhin sagen, was ich weiß“

Politik | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Bei brütender Hitze endete am ver-gangenen Freitag das Medienrechtsverfahren, das Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser gegen seinen früheren Mitarbeiter Michael Ramprecht angestrengt hatte, mit einer Teilverurteilung. Ramprecht wurde wegen übler Nachrede schuldig gesprochen, weil er die Privatisierung der Bundeswohnungen im profil als „abgekartetes Spiel“ bezeichnet hatte. Ramprecht hat gegen das Urteil berufen. Die Vorwürfe gegen Grasser und seinen heutigen Geschäftspartner und Ex-Buwog-Aufsichtsratschef Ernst Plech, die Ramprecht auch in diesem Interview erhebt, haben die beiden bislang stets bestritten. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Falter identifiziert sich nicht mit Ramprechts Aussagen.

Falter: Herr Ramprecht, wie bewerten Sie das Urteil?

Michael Ramprecht: Das Eigenartige an dem Urteil war, dass ich es schon am Tag zuvor kannte. Somit war der letzte Verhandlungstag eine Farce.

Woher kannten Sie das Urteil?

Ramprecht: Diese Quelle darf ich nicht preisgeben. Insgesamt hatte


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