Bohrinseln schließen? Keine gute Idee. Viele Bewohner von Louisiana fürchten um ihre Jobs

Politik | Vera Bandion | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Wer dachte, die Bewohner der von der Ölpest betroffenen Gebiete schäumten vor Wut auf die Ölindustrie, der irrt. Wer sich mit US-amerikanischen Studenten unterhält, die derzeit an der Innsbrucker Summer School studieren, findet Wütende. Allerdings ärgern sich die nicht über den Ölkonzern, sondern über ihre Politiker. „Die Krisenbewältigungsstrategie der Regierung ist furchtbar“, finden die 20-jährigen Studenten aus New Orleans. „Obama war dreimal hier, aber er hat nichts gemacht. Das Einzige, was er getan hat, war, den Menschen hier die Arbeit wegzunehmen.“

Obama sei dafür verantwortlich, dass die – 15.000 bis 20.000 Jobs in der Ölindustrie in Louisiana – wackelten. Selbst die vorübergehende Schließung der 33 Tiefsee-Bohrinseln, wie von Obama gefordert, lehnen sie ab.

Fast drei Monate nach der Explosion der Tiefseeplattform Deepwater Horizon am 20. April, bei der elf Menschen starben, ist es BP vergangenen Donnerstag erstmals gelungen, das defekte Bohrloch wieder


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