Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Aufklärung am Strand der Ärzte: Information statt Promilaufsteg

Lustige Kostüme, nackige Hintern und exaltierte VIPs haben sie am Strand bei der Adria nicht. „Wir wollen hier einen Treffpunkt für alle einrichten, die sich über HIV/Aids informieren wollen, nicht nur für Fachleute“, sagt Florian Breitenecker, HIV-Experte und Mitglied von Ärzte ohne Grenzen. Die Hilfsorganisation hat sich auch für die Tage nach dem Life Ball am Donaukanal eingerichtet und bietet hier ein Rahmenprogramm zur Internationalen Aids-Konferenz an, die in Wien tagt. Breitenecker, 39, war schon auf Einsatz bei HIV/Aids-Projekten in Thailand und Malawi, heute arbeitet er am AKH. Von seiner Arbeit im Ausland kennt er eines der Grundprobleme im Kampf gegen Aids, das Ärzte ohne Grenzen bei der Konferenz thematisiert: „Wir sehen die Gefahr, dass es nicht mehr möglich sein wird, Patienten in Entwicklungsländern zu therapieren, weil viele Staaten immer weniger in HIV/Aids-Projekte investieren“, sagt Breitenecker. „Auch Österreich leistet keinen Beitrag.“


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