Fußball

Die Angst des Tormanns vor der Ersatzbank

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Zu den kniffligsten Aufgaben der Kaderplanung gehört die Besetzung des Ersatztormanns. Gefragt ist ein Mann, der gut genug ist, um den ersten Goalie im Verletzungsfall adäquat zu ersetzen, zugleich aber auch bescheiden genug, sich in sein Nummer-2-Schicksal zu fügen. Der generell für seine unkonventionelle Amtsführung bekannte Rapidtrainer Peter Pacult hat mit dieser Usance gebrochen, indem er Raimund Hedl – an sich der klassische „Zweier“ – bis auf weiteres zur Nummer eins erklärte. Wie der teurere, jüngere und ehrgeizigere Helge Payer diese Degradierung verkraftet, wird eines der spannendsten Themen der kommenden Bundesligawochen. Bei den vier Toren, die Rapid am Sonntag in Innsbruck gekriegt hat, trifft Hedl keine Schuld. Trotzdem gab es nach dem Debakel wahrscheinlich nur einen Rapidler, der gut geschlafen hat: Helge Payer.


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