Zum guten Karma

Stadtleben | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Das Zoller, Lokal-Urgestein in Neubau, versucht’s mit neuem Outfit und Elan

Lokalkritik: Florian Holzer

Das Lokal ist wirklich eines der ältesten im Grätzel. Als Küche und Keller war es einer der Schauplätze, wo in den frühen 80er-Jahren die sogenannte „Neue Wiener Küche“ zelebriert wurde, also Wiener Küche mit Nouvelle Cuisine. Dann kam ein eher dubioses Schwulenbeisl mit Tafelrunderitternamen rein. Es folgten noch ein paar andere obskure Lokale, ehe es zusperrte. Schließlich übernahm es vor zwei Jahren Andy Lehner nach seiner Terrassinger-Phase und nannte es Zoller. Allerdings nicht sehr lange.

Umso länger wurde jetzt dafür umgebaut, nämlich fast ein Jahr. Und wenn ein Jahr lang umgebaut wird, dann macht einen das ja schon ein bisschen neugierig, irgendwie. Weil jetzt seit ein paar Wochen offen ist, kann man nun feststellen: In diesem einen Jahr blieb von der dunklen Lamperie und dem auf gutbürgerlich getrimmten Inventar der ehemaligen 80er-Gourmet-Hütte letztlich nichts


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