Große Kämpfer

Steiermark | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

Die Grazer Frühchen-Abteilung zählt zu den weltbesten. Der akute Personalmangel gefährdet nun diese Position

Reportage: Gerlinde Pölsler

Seit sechs Tagen kann Noah allein atmen. Seine Magensonde wird er zwar noch länger brauchen, aber ein bisschen kann er schon selber trinken: fünf Milliliter. „Und gestern habe ich ihn zum ersten Mal weinen gehört“, sagt seine Mutter, „das war herrlich.“

Es ist Mitte Mai, Noah wurde vor zwölf Tagen geboren. Nichts von alledem, was für andere frisch gebackene Eltern selbstverständlich ist, ist es für Andrea Rauch, 24. Ihr Baby kam gut neun Wochen zu früh zur Welt und wog 1540 Gramm. Es hatte eine Sepsis – eine Blutvergiftung – und eine Blutung im Kopf und musste beatmet werden. Während sie erzählt, beginnt es auf dem Monitor, der die Körperfunktionen überwacht, zu blinken. „Tu atmen!“, flüstert Rauch. Die Schwester ist sofort zur Stelle, gibt aber Entwarnung. „Am Anfang schreckt man sich schon, wenn man all die Schläuche


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