400 Millionen jährlich: Die Krankenhäuser kommen dem Land zu teuer

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 29/10 vom 21.07.2010

„Personalwünsche im patientennahen Bereich haben wir zahlreiche, die Neonatologie ist einer jener Bereiche, wo es solche Forderungen gibt“, bestätigt Werner Leodolter, Vorstandsvorsitzender der landeseigenen Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes.

Mehr an Personal ist derzeit aber eher illusorisch, die fetten Jahre im Krankenanstaltenbereich sind vorbei. Bis zum Einsetzen der Wirtschaftskrise konnten Kostensteigerungen durch wachsende Subventionen noch abgefangen werden. Krankenhäuser sind Ländersache, und seit 2009 klafft eine Lücke, die mittelfristig Länderbudgets zu sprengen droht. In der Steiermark konnte dies 2009 und 2010 durch eine Finanzoperation noch verhindert werden. 2008 verkaufte das Land alle KAGes-Immobilien für 1,2 Milliarden Euro an eine KAGes-Tochter, die die Gebäude dann zurückvermietete. Mit dem Verkaufserlös deckte das Land zwei Jahre lang seinen LKH-Finanzierungsbedarf. Durch Sparen konnte die KAGes in diesen beiden Jahren 50 Millionen Euro


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