Impulstanz Tipps

Sterbender Schwan, lebendige Malerei

Lexikon | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

Das Solo "Der sterbende Schwan“ dauerte nur drei Minuten und 23 Sekunden. Dennoch schrieben der Choreograf Michel Fokine und die Tänzerin Anna Pavlova sich damit 1907 in die Tanzgeschichte ein: Es war das erste improvisierte Ballettstück überhaupt. Mehr als 100 Jahre später holt die französische Choreografin Mathilde Monnier den Klassiker in die Gegenwart: In "pavlova 3’23’’“ sterben neun Tänzerinnen und Tänzer 65 Minuten lang viele Tode: Stirb langsamer, Schwan! "Die ganze Choreografie folgt dem Prinzip des Todes der Aufführung“, erklärt Monnier. "Der Tod ist ihre rhythmische Struktur.“ Auch eine zweite Arbeit zeigt die Künstlerin dieses Jahr bei Impulstanz: In "Soapéra“ stehen vier Tänzer ihrer Compagnie zusammen mit dem Maler Dominique Figarella auf der Bühne. WK

Akademietheater, Fr, So 21.00 ("pavlova 3’23’’“)

bzw. Di 21.00 ("Soapéra“)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige