Neu im Kino

Alles bunt und wunderbar: "Salto für Anfänger“

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

In drei Monaten läuft ihre Arbeitslose aus, und spätestens da weiß Isabella, dass etwas in ihrem Leben grundlegend falsch läuft. Bella, wie Kajsa, ihre beste Freundin, die als Redakteurin beim Fernsehen arbeitet, sie gerne nennt, ist Schauspielerin – nicht nur in Schweden quasi ein Synonym für arbeitslos.

In ihren Tagträumen sieht Bella sich als gefeierten Star, bei der Vorbereitung auf eine Kleinstrolle in einem Fernsehkrimi als derart überzeugend, dass ihrem Mitspieler die Luft wegbleibt, wenn sie ihn mit vorgehaltener Waffe zur Rede stellt – in der Realität jedoch vergeigt sie jede Probeaufnahme, kommt zu spät, vergisst ihren Text, spielt einfach schlecht.

Dann, eines Tages, beschließt Isabella ihren unspektakulären Lebenslauf ein bisschen aufzumotzen – und "Salto für Anfänger“, die Feelgood-Komödie von Hannes Holm, kommt endlich auf Touren. Das Königliche Schauspielhaus, besser gesagt: Bergman, Ingmar Bergman, sucht für seine Inszenierung von "Was Ihr wollt“ eine professionelle Akrobatin. Und da ist Bella, die sich ein Vorleben als Zirkusartistin zugelegt hat, erste und einzige Wahl. Vom weiteren Verlauf der Handlung sei nur verraten, dass Bella neben dem Crashkurs im Saltoschlagen auch noch Muße hat, sich mit Micke, einem Schauspielkollegen und Mädchenschwarm, einzulassen und übers Wochenende mit ihm nach Wien zu fliegen. Dass sich das am Ende alles nicht wirklich ausgeht, versteht sich von selbst.

Interessant an dem 2007 entstandenen Film, der etwa in Deutschland nicht einmal in den Kinos anlief, ist die Personalunion von Autorin und Hauptdarstellerin: Martina Haag, die Bella spielt, zeichnet auch fürs Drehbuch verantwortlich, das wiederum auf ihrem Bestseller "Underbar och älskad av alla“ basiert.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Votiv)


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