Kolumne

Nordkorea – wo Versöhnung ferne Vergangenheit ist

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

Sechs oder sieben Atombomben, niemand kennt die genaue Zahl, sind die beste Lebensversicherung des Regimes von Kim Jong-il. Selbst George W. Bush dachte nie an einen Regimewechsel in Nordkorea, obwohl er das Land zur Achse des Bösen zählte. Jetzt gefährden wirtschaftlicher Niedergang und interne Fehden die Erben des Staatsgründers Kim Il-sung. Die sich aufschaukelnden Spannungen könnten schlagartig zur Weltkrise werden.

Unmittelbarer Anlass der Eskalation ist der Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes Ende März, bei dem 46 Soldaten umkamen. Ursache war ein nordkoreanischer Torpedo, befand eine internationale Untersuchungskommission. Nordkorea bestreitet jede Schuld und bezichtigt den konservativen Präsidenten Südkoreas, Lee Myung-bak, der Kriegsvorbereitungen.

Die Phase der Versöhnung zwischen den beiden Koreas ist ferne Vergangenheit. Sogar die gigantischen Lautsprecher an der entmilitarisierten Zone, mit denen während des Kalten Krieges verbale Propagandaschlachten geschlagen

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