Wir werden nicht geschoren

Politik | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

Die ÖVP will den Mittelstand vor Vermögenssteuern bewahren. Doch dem droht wirkliche Gefahr von anderswo

Analyse: Julia Ortner

Er ist Facharbeiter und verdient 1500 Euro netto im Monat. Die Schulden für sein Haus muss er noch abstottern. Die Kinder sollen studieren, er selbst besucht Fortbildungskurse. So stellt sich ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger einen „klassischen Vertreter des österreichischen Mittelstands“ vor. Gerade diesen will die ÖVP jetzt vor den Vermögenssteuerideen der SPÖ beschützen. Man kann sich mit den Roten nur bei Steuern auf Stiftungen, Finanztransaktionen und der Bankenabgabe anfreunden – alle anderen Vorschläge für Eigentumssteuern nennt Kaltenegger „Angriff auf den Mittelstand“.

Österreichs Politiker vergessen niemals den Mittelstand. Nur bei der Definition, wer eigentlich zu dieser Bevölkerungsgruppe gehört, herrscht allgemeine Verwirrung: Einmal sollen es Leute mit bis zu 3600 Euro Bruttomonatsgehalt sein, dann jene bis zu 6000. Unerreicht

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