Nachgetragen

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

Brandleiche im Burgenland: Auch Wiens Huren haben Angst

Martina Powell

Bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen: Noch ist die Identität der Frauenleiche, die vergangene Woche am Rand eines Maisfeldes im burgenländischen Nickelsdorf gefunden wurde, nicht geklärt. Die Umstände erinnern an fünf ungeklärte Frauenmorde seit 2005, bei denen verkohlte Leichen in mehreren Bundesländern gefunden wurden. Zwei von ihnen waren Prostituierte. Von einem Serienkiller gehe man derzeit jedoch nicht aus, sagt Norbert Janitsch, Sprecher des Landeskriminalamtes.

Ein Besuch des Ambulatoriums zur Diagnose und Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten (STD) zeigt aber: Frauen, die in der Rotlichtszene arbeiten, haben Angst. Es ist genau 60 Stunden her, seit die Leiche gefunden wurde. In die Schnirchgasse 14 kommen die etwa 2500 registrierten Prostituierten einmal die Woche zur Untersuchung. 35 Patientinnen stehen bereits kurz vor acht Uhr morgens in der Schlange.


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