Eigenkreativität als Währung für Fremdideenerwerb

Feuilleton | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

Im Rahmen von Impulstanz ging eine Versteigerung von nicht realisierten, aber angeblich brillanten Ideen über die Bühne

Reportage: Bettina Hagen

Das bunte, internationale Tänzervölkchen, das es letzte Woche ins Kasino am Schwarzenbergplatz verschlug, um eine Performance im Rahmen der Jungchoreografenreihe [8.tension] zu sehen, war verwirrt: Wozu müssen wir uns registrieren lassen? Und wofür ist der Gutschein in einer fiktiven Währung gut? Die meisten waren weder mit Versteigerungsmodalitäten vertraut noch mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet. Die Konzept- und Performancekünstlerin Sarah Vanhee präsentierte ihre Auktionsshow „The Great Public Sale of Unrealized but Brilliant Ideas“ erstmals in einem reinen Tanzkontext.

Das Publikum zeigte sich zunächst überrascht, wie professionell Sotheby’s-Wien-Chefin Andrea Jungmann als Auktionatorin und Stadtkino-Hausherr Claus Philipp als Schätzmeister ihrem Handwerk nachgingen. Und viele glaubten bis zur Pause, dass wirklich alles


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