Fußgängergefahr: Wie uns Ampellichter die Zebrastreifen abgewöhnen

Stadtleben | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

Mehrere schwere Unfälle auf Fußgängerübergängen haben in den vergangenen Wochen für Erschütterung gesorgt. Österreichweit wurden vergangenes Jahr 746 Passanten auf ungeregelten Schutzwegen verletzt oder getötet; Kamerakontrollen zeigen, dass 40 Prozent der Autolenker die weißen Streifen schlicht ignorieren.

Seither gehen die Wogen hoch: Wiegen Schutzwege die Fußgänger in scheinbarer Sicherheit, die zu Leichtsinn verleitet? Oder sind die rücksichtslosen Autofahrer schuld? Das Kuratorium für Verkehrssicherheit sieht die Lösung in privaten Radarmessungen, die an besonders gefährlichen Stellen Übergänge überwachen sollen. Andere rufen nach mehr Ampeln.

Doch eventuell ist genau die Regelungswut das Problem. Denn je mehr geregelte Kreuzungen samt Ampeln, desto weniger müssen Autofahrer damit rechnen, dass ihnen auch anderswo Fußgänger in die Quere kommen.

Am Beispiel Berlin hat eine Studie diese Entwicklung detailliert nachverfolgt: 1964 bekamen Fußgänger gesetzlich den absoluten


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