Sommerliche Wasserspiele

Stadtleben | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

Wassergärten in Töpfen und Kübeln: wie man sie bepflanzt, pflegt und betrachtet

Urbanes Gärtnern: Julia Kospach

Vor ein paar Jahren äußerte der wunderbare britische Forschungsreisende und Schriftsteller Redmond O’Hanlon in Gegenwart seiner Frau Belinda in einem Interview eine Theorie, von der er ihr eigentlich versprochen hatte, dass er sie nie wieder zum Besten geben würde. Sie beruhe, erklärte O’Hanlon heiter, auf einem Experiment, das er seit Jahren am Laufen halte. Er habe da einen kleinen Teich in seinem Garten in Oxford. Voller Pflanzen, Frösche, Larven und Wasserfliegen. Durch teilnehmende Beobachtung habe er festgestellt, dass Frauen Teichen absolut gleichgültig gegenüberstünden.

Sigmund Freund habe Recht gehabt in manchen Punkten. Der Teich, so O’Hanlon, sei eine Vagina im Garten, ein wunderbarer, nasser Ort voller Leben. Heterosexuelle Männer starrten wie gebannt hinein und beobachteten fasziniert die Larven und Käfer. Homosexuelle Männer sagten: „Oh Gott,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige