Das noie Noi

Stadtleben | aus FALTER 30/10 vom 28.07.2010

Denise Amann ging nach Vorarlberg, jetzt legen ihre Nachfolger einen Gang zu

Lokalkritik: Florian Holzer

Man muss Denise Amann schon zugutehalten, dass sie den Charakter der Yppenplatz-Szene mitgestaltet hat: Ihr vor mehr als vier Jahren gegründetes noi war zwar winzig, verlieh der Yppen-Szene aber genau die anti-mainstreamige Atmosphäre, die den Platz bis heute so schön von anderen marktnahen Lokalkonglomeraten abhebt: Atmosphäre statt Design, Qualität statt Business, Neighbourhood statt Hotspot. Ja, das ist jetzt durch die rosa Brille gesehen, weil gewisser kapitalistischer Grundprinzipien kann und will man sich natürlich auch hier nicht erwehren. Aber es ist weniger arg als am Nasch- oder Karmelitermarkt.

Nachdem Daniela Rasouli, die vier Jahre im noi gearbeitet hatte, mit ihrem Mann nach einem eigenen Lokal suchte und sich Amann – mittlerweile TV-Starköchin – auf einen Vorarlberger Bauernhof zurückzog, schien das Management-Buyout als nicht nur logische, sondern gute Lösung.


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