Kritiken

Im Ausguss internationaler Medienkanäle

Lexikon | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

So tun, als ob die Wand zum Publikumsraum geschlossen wäre: Als „vierte Wand“ wird die Theaterkonvention bezeichnet, die die Interaktion von Darstellern und Zuschauern unterbindet. Die Grenze zwischen Illusion und Realität steht im Brennpunkt der Gruppenschau „Hinter der vierten Wand“. Viel Geduld mitbringen: Langatmige Videoarbeiten machen den Großteil der Ausstellung aus. So werden in der vierstündigen Videoarbeit von Judy Radul Kriegsverbrecherprozesse nachgestellt. Aernout Mik sammelt in „Convergencies“ Filmschnipsel aus Nachrichtenagenturen und erhofft sich gerade vom fehlenden Kommentar einen Mehrwert. Insgesamt wirkt die „vierte Wand“ in dieser krampfhaft politischen Ausstellung wenig schlüssig. NS

Generali Foundation, bis 15.8.


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