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Kurz besprochen:Alles Theater!

Lexikon | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Theatergeschichte

Paulus Manker: Der Theatermann Gustav Manker 1913–1988. Spurensuche. Brandstätter, 560 S., € 20,–

Dass ein Sohn über seinen Vater schreibt, ist in Theaterkreisen nichts Ungewöhnliches. Wenn es sich bei dem Sohn aber um Paulus Manker handelt, ist Ungewöhnliches zu erwarten. Tatsächlich sprengt das Buch, das der Junior über seinen Vater, den legendären Volkstheaterdirektor Gustav Manker, vorlegt, alle Dimensionen. Für den umfangreichen, opulent gestalteten (und dafür überraschend billigen) Band hat Paulus Manker akribisch Daten, Texte, Fotos und Bühnenbildskizzen zu sämtlichen 559 (!) Inszenierungen zusammengetragen, an denen Gustav Manker als Schauspieler, Bühnenbildner oder Regisseur beteiligt war; sogar die erstaunlich elaborierte Maturaarbeit des Vaters („Das klassische Drama auf der Bühne des 20. Jahrhunderts“) ist dokumentiert.

Ständestaat und „Kraft durch Freude“, Brecht-Boykott und „Rozznjogd“: Gustav Manker hat in seiner Karriere viel


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