Seinesgleichen geschieht

Jörg Haider und die Mutmaßer: Ein paar Gewissheiten bleiben uns

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Die Mutmaßungen im Fall Haider waren auch schon einmal mutmaßlicher. Mittlerweile handelt es sich um schwere Vorwürfe. Millionen seien aus dem Ausland auf Haiders Konten eingegangen, von Diktator Muammar Gaddafi und Völkermörder Saddam Hussein, und sie seien auch im Ausland verblieben, auf Konten in Liechtenstein und in der Schweiz. Sofern das Geld nicht gestohlen, verspekuliert oder für andere Zwecke verwendet wurde, zum Beispiel, um Wahlergebnisse oder die Gunst wichtiger Menschen zu kaufen.

Solche Vorwürfe kann man dem nun vom Falter veröffentlichten Tagebuch von Walter Meischberger entnehmen (Seite 10), jenem Ex-Generalsekretär der FPÖ, der mit einem Betrag von 2,5 Millionen Schilling davon überzeugt wurde, auf Nationalratsmandat und Pensionsanspruch zu verzichten.

Seine Vorwürfe müssen selbstverständlich erst erhärtet werden. Von wem? Von der Justiz natürlich. Unsere Justiz, oft genug wurde es hier beklagt, ist in solchen Fällen überfordert. Personell, nicht intellektuell.

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