Kommentar

Zu hohe Abgabenquote? Warum die Österreicher keine Steuersklaven sind

Steuern

Markus Marterbauer | Falter & Meinung | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Bis 28. Juli müssen die Österreicher arbeiten, um Steuern und Sozialabgaben zu decken, erst danach wirtschaften sie in die eigene Tasche: Das erklärte jüngst Barbara Kolm vom Hayek-Institut. Für ÖVP-Klubobmann Karl-Heinz Kopf ist eine Abgabenquote von 43 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gar „nahe an moderner Sklaverei“.

Die Abgabenlast ist bei uns tatsächlich höher als im Durchschnitt der EU, wo sie 39 Prozent des BIP beträgt. Doch ist das ein Problem? Entscheidend ist, welche Leistungen die Bürger im Gegenzug vom Staat beziehen. Wie hoch sind die Rückflüsse an Kinderbeihilfen und Förderungen, welche Schulen, Universitäten und öffentliche Verkehrsmittel stehen zur Verfügung? Knapp ein Drittel der Abgaben sind Beiträge zur Sozialversicherung, die mit einem unmittelbaren Anspruch auf Arbeitslosengeld, Gesundheitsversorgung und Pension verknüpft sind. Mit der gleichen Rechtfertigung könnte Frau Kolm also verkünden, die Österreicher würden bis Jahresmitte ausschließlich

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