Kolibri aus Stahl

Politik | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Wiens ÖVP-Chefin Christine Marek führt einen Wahlkampf, der ihrem liberalen Profil widerspricht. Eine gefährliche Strategie

Bericht: Julia Ortner

In das alte Kinder-Küche-Kirche-Konzept der ÖVP hat sie nie gepasst. Quirlig, offen, manchmal aufmüpfig gegen die Parteilinie – so ist die 43-jährige Christine Marek zu Josef Prölls liberaler Vorzeigefrau aufgestiegen. Kein einfacher Weg für eine Alleinerzieherin, die sich von der Sekretärin bis zur Abteilungsleiterin eines Hightechunternehmens hochgearbeitet hat. Doch jetzt hat die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium ihren bisher schwierigsten Job. Sie führt Wiens Schwarze als Chefin in den Wahlkampf. Eine Aufgabe, die Marek mehr aus Pflichtbewusstsein denn aus Liebe zur Kommunalpolitik übernommen hat. Ihre Stadtpartei gilt als Dramaqueen des bürgerlichen Lagers, ihr traditionelles Lieblingshobby: Chef abschießen.

Marek ist in den Niederungen der Stadtpolitik angelangt. Man hört von ihr seit einiger Zeit allerdings keine


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