Es wächst zusammen, was lange nicht zusammen war

Politik | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Vier Länder, viertausend Interviews: eine Studie über Autoritarismus in Österreich, Ungarn, der Tschechischen Republik und Polen

Rezension: Anton Pelinka

Das Buch vereint viele Ansätze und Ebenen: die Ergebnisse einer in den vier Staaten durchgeführten Umfrage; ein anspruchsvolles Design zum Thema Autoritarismus und „group-related Misanthropy“, also negative Stereotypisierungen; und interessante Hypothesen über die seit der klassischen Studie von Theodor Adorno und anderen bekannten Zusammenhänge zwischen individueller Xenophobie und Rassismus auf der einen und politischem Autoritarismus auf der anderen Seite.

Das Korsett des Buches sind die Interviews, die mit jeweils 1000 Personen in den vier Ländern geführt wurden. Was die allgemeine Autoritarismusneigung betrifft, so müssen die Erkenntnisse Adornos und der anderen jedenfalls nicht neu geschrieben werden. Was besonders ist, das ist die Verbindung zur jüngsten Geschichte der vier Staaten: Die Freiheit, die solche Befragungen


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