Mediaforschung

Wieso sagen die ÖBB im Sommer „Oida“, Frau Baumgartner?

Nachfragekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Den österreichischen Bundesbahnen ist mit ihrer neuen Kampagne etwas gelungen, was ansonsten in gefühlten 90 Prozent der Fälle in die Hose geht: Die ÖBB haben eine neue Sommerkampagne gestartet, die speziell auf Jugendliche abzielt und dennoch nicht peinlich ist. „Sommer Oida“ heißt die Internetkampagne für das ÖBB-Sommerticket, mit dem junge Menschen bis 26 Jahre von Anfang Juli bis Mitte September für nur 39 Euro (bis 20 Jahre) bzw. 69 Euro (bis 36 Jahre) quer durch Österreich unterwegs sein können.

Das hört sich so an: „OIDA Sommerparty Shalalalala Oida – und alle machen mit! ... Der Zug ist voller hübscher Frauen, ich merk, dass sie mich anschauen“ und so weiter. Dabei ziehen die beiden Sänger „Serial G“ und „Edelmacho“ durch das Land, hechten mit einer Arschbombe in die alte Donau, fahren mit der Zwergerlbahn im Prater, rennen durch Felder oder tanzen durch die ÖBB-Garnituren.

Die Idee für diese Kampagne kommt von Daniela Baumgartner, Senior Consultant der Werbefirma PKP. „Wir haben uns angesehen, was Jugendliche bewegt, und waren dann schnell beim Thema Sommer, Partyzeit“, sagt Baumgartner, „da dachten wir, es wäre doch schön, Nachwuchskünstler zu finden, die gemeinsam mit uns so einen Song schreiben.“ Nach einigem Herumfragen im eigenen Bekanntenkreis kam es zum Kontakt mit den beiden Musikern.

Für das Video (gratis zum Download unter www.sommeroida.at) war das Team drei Tage lang unterwegs. Regisseur ist Thomas Zronek, der schon beim Videoclip für den legendären „Kabinenparty“-Song Regie geführt hat.

Wahrscheinlich ist auch genau das der Grund, wieso die Kampagne cool und nicht peinlich ’rüberkommt: Weil die Akteuren einfach authentisch sind.


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