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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Die Ostküste ist wieder da. Diesmal war’s Jörg Haiders Lebensmensch Stefan Petzner vom BZÖ. Im Interview mit der Kärntner Woche sagt er über die Krise: „Das verspekulierte Geld ist ja nicht weg, es hat nur jemand anderes. Nämlich Banker und Spekulanten an der Wall Street. Wenn man dann noch forscht, woher Goldmans und Lehmans so kommen, wird man auf spannende Ergebnisse stoßen.“ Darauf fragt der Interviewer: „Sie meinen jüdische Wurzeln?“ Petzner antwortet: „Ich verweise nur darauf, dass Herr Goldman und die Brüder Lehman schon eine Geschichte haben.“ Das ist jetzt nicht ganz neu. Petzner hat schon 2009 in einem Gespräch mit den Salzburger Nachrichten Verschwörungstheorien rund um Haiders Unfalltod gewälzt und behauptet, dass der Kärntner Landeshauptmann über „hochbrisante Fakten“ verfügt habe, die „für die wahren Mächtigen in der Welt, die an der Ostküste oder sonst wo sitzen“, unangenehm werden könnten. Neu ist nur, dass das so gar niemanden mehr aufregt.


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