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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

In meiner Kindheit war die Welt noch einfach. Da bestand eine Barbie-Puppe aus Busen, Beinen und blonden Haaren. Heute reicht das nicht mehr. Jetzt wird die Barbie sogar zum Cyborg, der seine Umgebung ausspioniert. Im neuen Modell „Barbie Video Girl“ ist eine Videokamera eingebaut. In der Halskette der Puppe versteckt sich eine Linse, in ihrem Inneren ein Datenspeicher und viel Elektronik. So kann die Barbie 27 Minuten lang Videos aufzeichnen. Hersteller Mattel wirbt damit, dass sich „die Hochzeit mit Ken, die Cabriofahrt an den Strand oder der Ausritt mit Pferd Tawny für die Ewigkeit“ festhalten ließe. Die Idee ist, dass die Kinder die Welt aus den Augen ihrer Barbie sehen. Freilich gibt es für das Spielzeug noch ganz andere Einsatzmöglichkeiten: Damit können Eltern ihre Kinder ausspionieren. Oder man könnte die Barbie an alle möglichen Orte schmuggeln. Eine perfekte Taille und ein perfektes Überwachungsinstrument! Wow, ich glaube, diese Barbie will ich zu Weihnachten auch.


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