„Wir alle können Watchdog sein“

Medien | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Der britische Blogger und Investigativjournalist Paul Bradshaw über das Phänomen Wikileaks

Interview: Matthias G. Bernold

Seit die Afghanistan-Protokolle zeitgleich auf dem Onlineportal Wikileaks und in drei Qualitätszeitungen veröffentlicht wurden, ist die Medienbranche in Aufruhr. Blogger und Kommentatoren in den „alten Medien“ diskutieren Methode und Erfolg der investigativen Plattform des geheimnisumrankten australischen Internetnomaden Julian Assange. Dem Falter erklärt Paul Bradshaw, einer der versiertesten und einflussreichsten Onlinejournalisten Großbritanniens, der mit helpmeinvestigate.com seine eigene Aufdeckerplattform betreibt, was vom Phänomen Wikileaks zu halten ist.

Falter: Was ist der Unterschied zwischen Ihrer eigenen investigativen Plattform helpmeinvestigate.com und Wikileaks?

Paul Bradshaw: Verglichen mit der extrem ausgefeilten Technologie von Wikileaks haben wir ein simples, um nicht zu sagen primitives Produkt. Wikileaks hat viel Energie und Know-how investiert,


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