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Feuilleton | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Unrundes Jubiläum, unrunde Aufführungen: eine Woche mit dem Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele

Bericht: Wolfgang Kralicek

Val Kilmer mag seine besten Zeiten hinter sich haben. Aber als der Hollywoodschauspieler („Batman Forever“) vorige Woche die Salzburger Festspiele besuchte, war das trotzdem großes Kino. Der von Bodyguards eskortierte Kilmer wurde an den auf Einlass wartenden Besuchern vorbei als erster in den Zuschauerraum geleitet; offenbar wollte man dem Star die Pein ersparen, sich wie ein ganz normaler Zuschauer zu seinem Sitzplatz durchwurschteln zu müssen.

Die Szene, mondän und affig zugleich, ist symptomatisch für ein Festival, in dem Hollywood und Provinzposse ganz nah beieinander liegen. Schauplatz war passenderweise das ehemalige Stadtkino (heute: Republic), in dem seit 2002 das Young Directors Project stattfindet. Die Reihe, in der alljährlich vier Inszenierungen (halbwegs) junger Regisseure aus aller Welt gezeigt werden, können sich die Salzburger Festspiele


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