Über das Fotografieren von Kloteppichen

Feuilleton | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Indem er sich „Von Dschalalabad nach Bad Schallerbach“ assoziiert, unterhält Erwin Einzinger sich selbst und die Leser

Buchkritik: Sebastian Fasthuber

Mein Verleger Jochen Jung sagt immer: Du musst eine Straße bahnen, die man weitergehen will.“ Sagt der aus Kirchdorf an der Krems gebürtige Erzähler und Lyriker Erwin Einzinger (Jahrgang 1953). Das nämlich sei „das größte Problem bei meinen Schreibabenteuern: Oft geht der Text den Weg, den man überhaupt nicht erwartet.“

Was der Verleger als Rezeptionshürde antizipiert, ist aber auch genau das, was den Reiz von Einzingers erzählerischen Expeditionen ausmacht. Wenn er am Schreibtisch losfährt, hat er weder ein Ziel vor Augen noch Landkarten im Gepäck.

Dafür verfügt er über eine seltene Beobachtungsgabe, die mit Vorliebe das Ungewöhnliche, Überraschende, ja oft schlichtweg Bizarre ins Visier nimmt. Viele Anekdoten und Episoden in seinen Büchern wirken wie frei erfunden; meistens sind es jene, die auf wahren Begebenheiten


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