Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

... dass das Essen in Wiener Bädern zu fett ist. Eine der Pionierinnen der heimischen Ernährungsberatung, Hanni Rützler, kritisierte das gängige Menü von Pommes und Eis und schlug vor, stattdessen saisonales Obst und Gemüse zu servieren. Dem hält Martin Kotinsky von der MA 44 für Bäder entgegen, dass sich dies wirtschaftlich nicht rentiere. Weil vor allem Kinder nach Ungesundem lechzen. Das zeigt das Donaustädter Angelibad, wo Obst und Gemüse bereits im Angebot waren, aber häufig verschmäht wurden.

… dass die Wiener Würfeluhren nicht ganz richtig ticken. Trotz vor drei Jahren ausgetauschter Uhrwerke gehen sie etwa am Karlsplatz oder nahe der Ottakringer Brauerei falsch, berichtet der Standard. Und das, obwohl seit dem Austausch unübersehbar das Logo der Wiener Städtischen Versicherung auf den Ziffernblättern prangt. Irgendwer hat da wohl ein ganz schlechtes Geschäft gemacht.

… dass Wien auch 20 Jahre nach dem Kalten Krieg noch immer ein Ort ist, an dem sich verhärtete Fronten zum Dialog treffen. So hat, wie die Presse am Sonntag berichtete, der Wiener Student Ilja Sichrovsky, selbst Jude, gemeinsam mit einigen Freunden die erste „Muslim Jewish Conference“ ins Leben gerufen. Juden und Muslime sollen sich dabei zum friedlichen Austausch treffen und von den Erfahrungen prominenter Gastredner lernen. Den Ehrenschutz übernimmt – neben Kabarettist Joseph Hader – Bundespräsident Heinz Fischer.

... dass die Wiener Umweltschutzabteilung einen eigenen Onlineflohmarkt angelegt hat. Von Computerkonsolen bis Glashauszubehör: Wer also seinen alten Krempel loswerden will, kann im Internet sein Glück versuchen.


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