Mehr davon:Sozial-Lokale

Stadtleben | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Das Credo heimischer gastronomischer Sozialprojekte scheint immer ein bisschen zu sein: „Der Gast soll auch spüren, wie hart das Leben ist.“ Das vermittelt halt schon ein bisschen den Eindruck einer Erfolglosigkeits-Brandmarkung und nur wenig positives Lebensgefühl. Wohl wissend, wie kontrovers all diese Projekte diskutiert werden und wurden, sei hier dennoch auf Jamie Oliver verwiesen: In seinen „Fifteen“-Restaurants stellt er ausschließlich Langzeitarbeitslose und jugendliche Ex-Häftlinge ein. Ich weiß nicht, wie hoch die Drop-out-Quote ist, aber das Essen ist großartig dort, das Lokal schaut super aus, wer dort gearbeitet hat, findet leicht einen Job. Weil soziale Projekte und Erfolgsorientiertheit nämlich kein Widerspruch sind. Interessante Gastro-Sozialprojekte in Wien sind diese:

Inigo 1988 vom Jesuitenpater Georg Sporschill als eine Art Freizeitzentrum für haftentlassene Jugendliche gegründet, eine Lehrküche war damals schon dabei. 1991 wurde das Projekt von der


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