Kurzmann bekennt sich zur Kameradschaft IV. Was treibt der Verein?

Herwig G. Höller | Steiermark | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Was macht die Kameradschaft IV? „Das kann ich Ihnen nicht sagen. Aber es ist für sie vollkommen uninteressant“, sagt Obmann Ludwig Wagner aus Ligist und drückt bei seinem Mobiltelefon sofort auf „Verbindung trennen“. Führende Kameraden der K IV, einer Gründung von Waffen-SS-Veteranen, haben ein Problem mit der Öffentlichkeit. Trotz regelmäßiger Medienerwähnungen, die der Verein seinem Mitglied Gerhard Kurzmann zu verdanken hat.

Dabei könnte Wagner einiges erzählen. Einmal im Monat finden Treffen statt. Freilich werden die „echten“ Waffen-SSler immer weniger. Ab und zu rückt man zu „besonderen Anlässen“ aus. Dann schrammt der Verein regelmäßig am NS-Verbotsgesetz vorbei – zuletzt 2008 im Burgenland, als nach der Niederlegung eines Kranzes mit der Aufschrift „Seine Ehre hieß Treue“ ermittelt wurde. Für die Verwendung des SS-Wahlspruchs „Meine Ehre heißt Treue“, gemeint ist die Treue Hitler gegenüber, wäre wahrscheinlich angeklagt worden.

Wohl auch

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