Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 31/10 vom 04.08.2010

Auch beim Schwimmen: Regional anbinden!

Was ist der Überfall einer Waldorfschule gegen die Gründung einer Waldorfschule? Jeder hat irgendeinen Grund, dass er da ist. Entweder ist er gerade voll angebunden oder eingespannt, oder er muss sparen, oder er findet Urlaub nur in der Nebensaison super. Man muss eh nicht ans Meer fahren, Sommer in der Region ist auch schön. Absolut empfehlenswert ist es bei praller Hitze, unter der Augartenbrücke ins Wasser zu gehen, sich an einem Stein festzuhalten und sich von der Strömung massieren zu lassen. Das Gefühl ist, so ganz unverblümt gesagt: geil. Schwimmen sollte man aber nicht gehen, da wird man sofort mitgerissen und, ja: abgetrieben. So erst wieder am Samstag passiert, als ein Badegast von der Hauptbrücke aus ins Wasser gesprungen war: Der Abgetriebene konnte erst bei der Tegethoffbrücke geborgen werden. Wenn wir in die Geschichte schauen, dann ist es erst 35 Millionen Jahre her, dass Graz selber am Meer lag (leider kam es dann zu einer Regression nach Osten im Zuge der Auffaltung der Alpen). Daher die Bezeichnung „Grazer Bucht“ in geologischen Publikationen. Die Grazer Bucht ist das Verbreitungsgebiet der Regionalwährung Styrrion, mit der die Wertschöpfung in der Region in den Vordergrund gerückt wird und die zu bewussten Entscheidungen für die regionale Anbindung führen soll. Dass der S. in der Waldorfschule abgegeben wird, ist der einzige Haken dabei, an dem wir uns aber nicht aufhängen werden.


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