Noch im Kino

Es war einmal ... „Das Fischkind“

Lexikon | aus FALTER 32/10 vom 11.08.2010

Ein schwieriger Film! Was zunächst wie ein Märchen klingt – die Geschichte zweier verliebter Mädchen, Lala und Guayì, die nach Paraguay abhauen wollen –, erweist sich als hartes Drama inklusive Vergewaltigung und Mord. Statt des üblichen, geradlinig erzählten Coming-out-feel-good-Movies folgt „Das Fischkind“ („El niño pez“) von Lucía Puenzo einer labyrinthischen Struktur, in der Vergangenheit und Gegenwart, Idylle und Trauma, Symbolismus und Realität kaum zu unterscheiden sind. Gemessen an „XXY“ (2007), dem Regiedebüt der argentinischen Filmemacherin, stellt „Das Fischkind“ in puncto Inszenierung und Experimentierfreude einen Quantensprung dar. In den Hauptrollen spielen Inés Efron und die argentinische Popsängerin Mariela Vitale. MO

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